Anfänge der Marienverehrung in Marpingen

Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“

Pfarrkirche
Altarretabel

Die Marienverehrung hat in Marpingen eine mehr als 500-jährige Tradition. Der älteste überlieferte Beweis ist das Altarretabel in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“, das auf den Zeitraum 1420 bis 1440 datiert wird und dessen Mittelteil als Pieta gestaltet ist.

Die heutige Pfarrkirche, die in den Jahren 1902/1903 erbaut wurde, ist nicht nur ein Wahrzeichen Marpingens. Sie ist selbst auch ein weithin sichtbares Zeichen der Marienverehrung. Zur Schutzpatronin wurde nämlich die „Heilige Maria“ erkoren. Damit steht die heutige Kirche in der Tradition des früheren Gotteshauses, dessen Standort ebenfalls an dieser markanten Stelle auf dem „Kirchberg“ war und das nachweislich schon im 17. Jahrhundert unter dem Patronat der Muttergottes stand.

In der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ steht auch die „Schutzmantelmadonna“ (Bild siehe unten), die im Jahr 1999 aus Anlass des 300. Jahrestages  des „Marpinger Gelübdes“ aus dem Jahre 1699 in der rechten Seitennische der Kirche aufgestellt und von Pastor Leo Hofmann eingeweiht wurde.

Marienbrunnen („Maieborre“)

Marienbrunnen ("Maieborre")

Noch vor dem 30-jährigen Krieg (1618 – 1648) begannen die Wallfahrten zum Marienbrunnen ("Maieborre"), der sich in unmittelbarer Nähe der Dorfkirche befindet. Der Legende nach soll der Brunnen aus einem Sumpf entstanden sein, in dem eine Madonnenfigur gefunden wurde. An der Fundstelle wurde eine Quelle gefasst und für die Figur ein Holzhäuschen errichtet. Der „Maieborn“ wurde zu einem beliebten Wallfahrtsort, an dem die Pilger früherer Jahrhunderte vor allem schönes Wetter für eine gute Ernte erflehten.

Pfarrer Bicking ließ 1847 eine Mariensäule errichten. Die heutige Kapelle wurde 1932 auf Initiative des damaligen Pfarrers Biegel erbaut.

Das „Marpinger Gelübde“ und „Pestkreuz“/ “Sühnekreuz“

An der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert herrschten Not und Elend im Land. Hunger, Krankheit, Seuchen und Tod veranlassten 1699 in Marpingen zwölf Familienvorstände, ein Gelübde abzulegen, das vom damaligen Dorfschulmeister Jakob Staub in einer Urkunde festgehalten und von den Männern unterschrieben und mit einem Siegel versehen wurde. Sie versprachen, an jedem Samstagnachmittag keine knechtlichen Arbeiten zu verrichten, und statt dessen die allerseligste Jungfrau Maria in einer Gebetsstunde in der Kirche anzurufen, damit sie bei Gott Fürsprache einlege und so die große Not abgewendet werde.

Am Pfingstsonntag 1999 gedachte die Marpinger Pfarrei des „Marpinger Gelübdes“, das die Vorfahren 300 Jahre zuvor in Zeiten schlimmster Not abgelegt hatten. Als sichtbares Zeichen dieses Gedenkens wurde an diesem Tag die „Schutzmantelmadonna“ in der rechten Seitennische der Pfarrkirche aufgestellt und von Pfarrer Leo Hofmann eingeweiht.

Schutzmantelmadonna
Schutzmantelmadonna
Pestkreuz/Sühnekreuz
Pestkreuz/Sühnekreuz
Mariensäule (Foto: Edwin Biehl)
Mariensäule (Foto: Edwin Biehl)

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Öffnungszeiten der Marienkapelle

April bis August
von 08.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr

September bis März
von 08.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr

Informationen und Auskünfte

Gemeindeverwaltung Marpingen
Kulturamt
Urexweilerstr. 11
66646 Marpingen
Telefon: 06853/9116-121
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